Über das Werk
„Wayne McGregor: Alchemies" ist ein dreiteiliger Ballettabend des britischen Choreografen Wayne McGregor, der am 18. April 2026 am Royal Opera House in London (The Royal Ballet) herauskam. Der Abend würdigt McGregors 20-jähriges Wirken als Resident Choreographer des Royal Ballet: 2006 wurde er als erster Choreograf aus dem zeitgenössischen Tanz auf diese Position berufen. Das Programm versammelt drei Arbeiten, die McGregors Spannweite zwischen bildender Kunst, Wissenschaft und Musik zeigen, und lief bis zum 6. Mai 2026.
Handlung
Der Abend besteht aus drei Stücken: „Untitled, 2023", entstanden in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Carmen Herrera; „Yugen" (2018), McGregors lyrische Antwort auf Leonard Bernsteins „Chichester Psalms"; und die Uraufführung „Quantum Souls" zu Bushra El-Turks Komposition „Ka", gespielt von der Perkussionistin Beibei Wang und dem Kontrabassisten Tony Hougham gemeinsam mit dem Orchestra of the Royal Opera House. Charakteristisch für McGregor verbinden die Arbeiten extrem bewegliche, anatomisch erweiterte Bewegungssprache mit ausgeprägter Musikalität und enger Zusammenarbeit mit Komponist·innen und bildenden Künstler·innen.
Kulturelle Bedeutung
Wayne McGregor zählt zu den prägenden Choreografen der Gegenwart; seine Berufung zum Resident Choreographer 2006 markierte die Öffnung des traditionsreichen Royal Ballet hin zum zeitgenössischen Tanz. „Alchemies" zieht zwei Jahrzehnte später Bilanz dieses Wegs und stellt etablierte Werke einer neuen Uraufführung gegenüber. McGregors interdisziplinärer Ansatz – die Verschränkung von Tanz mit Naturwissenschaft, Technologie und Bildender Kunst – hat die Wahrnehmung des klassischen Ballettkanons nachhaltig erweitert. Der Abend wurde von der Londoner Kritik breit besprochen.
