Krieg und Frieden
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Krieg und Frieden

Sergei Prokofjew
Oper · 1946

Über das Werk

Sergei Prokofjews vier Stunden umfassende Monumentaloper basiert auf Lew Tolstois Roman „Krieg und Frieden" (1865-69) und entstand zwischen 1942 und 1952 in mehreren Fassungen. Die uraufgeführte Form stammt von 1946 in Leningrad; eine vollständige Aufführung fand erst 1959 in Moskau statt. Die Oper umfasst 13 Bilder, die Tolstois Epos auf zwei Linien verdichten — Frieden und Krieg.

Handlung

Frieden: Auf einem Ball lernt der idealistische Pierre Besuchow die junge Natascha Rostowa kennen. Natascha verlobt sich mit dem Witwer Fürst Andrej Bolkonski, lässt sich aber während dessen längerer Reise vom Roué Anatol Kuragin verführen. Die Verlobung zerbricht. Krieg: Napoleon marschiert in Russland ein. Andrej, schwer verwundet bei Borodino, wird sterbend von Natascha gepflegt — die Versöhnung kommt zu spät, er stirbt. Pierre, in der brennenden Hauptstadt Moskau, gerät in französische Gefangenschaft, wird auf dem Rückzug der Grande Armée frei, und findet nach dem russischen Sieg Natascha wieder. Die Oper schließt mit einem Hymnus auf das russische Volk und Feldmarschall Kutusow.

Kulturelle Bedeutung

Krieg und Frieden ist die ehrgeizigste russische Oper des 20. Jahrhunderts und Prokofjews Magnum opus für die Bühne. Die Polonaise des Eröffnungsballs, Andrej-Aria und der Kutusow-Monolog gehören zum russischen Opernkanon. Eine vollständige Aufführung erfordert ca. 70 Solisten und Massenchöre. Die Inszenierungen am Mariinsky unter Gergiev und an der MET 2002 unter Gergiev haben das Werk international wieder ins Bewusstsein gerückt.

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