Über das Werk
„Visionary Dances" ist ein dreiteiliger Ballettabend des Wiener Staatsballetts, der am 28. März 2026 an der Wiener Staatsoper Premiere hatte. Er vereint drei Choreograf·innen, die der akademischen Tanztradition je einen eigenen Zugang abgewonnen und das klassische Ballett in neue Dimensionen geführt haben: Justin Peck, Wayne McGregor und Twyla Tharp. Die drei Stücke sind auf Musik von Bohuslav Martinů, Leonard Bernstein bzw. Philip Glass choreografiert und spannen einen Bogen über vier Jahrzehnte zeitgenössischen Balletts.
Handlung
Justin Pecks „Heatscape" ist von den unterschiedlichen „Temperaturen" menschlicher Beziehungen und den energiegeladenen Straßen Miamis inspiriert; gemeinsam mit dem Street-Art-Künstler Shepard Fairey verschmilzt Peck Ballett und Straßenkunst. Wayne McGregors „Yugen" – nach Leonard Bernsteins „Chichester Psalms", in Zusammenarbeit mit dem Keramiker und Autor Edmund de Waal – erkundet mit elf Tänzer·innen eine geheimnisvolle, tiefe Anmut. Den Abend beschließt Twyla Tharps „In the Upper Room" zu Musik von Philip Glass, das 2026 sein 40-jähriges Jubiläum feiert; Tharp gehörte zu den Ersten, die klassische und moderne Tanzwelt vereinten.
Kulturelle Bedeutung
„Visionary Dances" versammelt drei der einflussreichsten choreografischen Handschriften der Gegenwart und des späten 20. Jahrhunderts – den amerikanischen Neoklassiker Justin Peck, den britischen Erneuerer Wayne McGregor und die Pionierin Twyla Tharp. Mit „In the Upper Room", einem der berühmtesten Werke des modernen Tanzrepertoires, und zwei jüngeren Arbeiten zeigt der Abend, wie das klassische Ballett seit den 1980er Jahren immer wieder neu erfunden wurde. Für das Wiener Staatsballett markiert das Programm den Anschluss an die internationale Spitze des zeitgenössischen Balletts.
