Über das Werk
„Uprising" ist ein Tanzstück des israelisch-britischen Choreografen Hofesh Shechter, für das er sowohl die Choreografie als auch die Musik schuf. Es wurde am 24. Juni 2006 in London (The Place) uraufgeführt und zählt zu Shechters frühen Schlüsselwerken. 2026 war „Uprising" in Deutschland Teil eines dreiteiligen Tanzabends an einem Opernhaus, der die Machtdynamiken unter Männern in den Mittelpunkt rückt.
Handlung
Sieben Männer treten aus dem Halbdunkel und überziehen die Bühne mit einer Energie aus Wut, Verbundenheit und Rivalität: Sie verbünden sich, reiben sich aneinander, versöhnen sich und geraten erneut aneinander. Ohne durchgehende Handlung erzählt „Uprising" von Gruppendynamik, Männlichkeit, Solidarität und Aggression – getragen von Shechters eigenem, perkussiv-treibendem Sound und einer rohen, erdigen Bewegungssprache. Am Ende erhebt sich ein Bild von Aufbegehren und Zusammenhalt, das sich bewusst zwischen Bedrohung und Hoffnung in der Schwebe hält.
Kulturelle Bedeutung
Hofesh Shechter zählt zu den einflussreichsten Choreografen der Gegenwart; sein Markenzeichen ist die Verschmelzung von Tanz und selbstkomponierter, oft wuchtiger Musik zu einem geradezu körperlich spürbaren Gesamterlebnis. „Uprising" gehört zu den Werken, die seinen internationalen Durchbruch markierten, und wird bis heute von Compagnien weltweit (u. a. dem Ballett der Pariser Oper) getanzt. Dass das Stück an einem Opernhaus in einen Tanzabend eingebettet wird, zeigt die feste Verankerung von Shechters Handschrift im Repertoire des zeitgenössischen Tanztheaters.