Über das Werk
(Über)Lebensfragen ist ein zeitgenössisches Theaterstück, das die existenziellen Fragen einer jungen Generation rund um Kinderwunsch, Selbstbestimmung und Lebensplanung verhandelt. Im Mittelpunkt steht die Figur Juni, die sich an einem biografischen Wendepunkt zwischen Unsicherheit und neuen Möglichkeiten wiederfindet. Mit einer Mischung aus ernsthafter Auseinandersetzung und einer Prise Absurdität stellt das Stück die drängende Frage, ob und wie man heute Kinder in die Welt setzen will.
Handlung
Juni findet sich am Ende einer langen Beziehung wieder. Der Master ist abgeschlossen, und die zuvor so sicher scheinende Zukunft ist plötzlich offen, ungewiss und voller Möglichkeiten. Damit kehrt auch die Frage zurück, ob sie Kinder bekommen will. Während Juni herauszufinden versucht, was sie eigentlich möchte, meldet sich Monat für Monat ihr Körper – genauer: ihr Uterus –, um sie an die biologische „Aufgabe" der Fortpflanzung zu erinnern. Zwischen Kopf und Körper, Wollen und Müssen entspinnt sich ein Ringen um eine der grundlegendsten Entscheidungen des Lebens.
Kulturelle Bedeutung
(Über)Lebensfragen greift Themen auf, die viele Menschen der heutigen Generation umtreiben: reproduktive Selbstbestimmung, die Vereinbarkeit unterschiedlicher Lebensentwürfe und die moralische Frage, ob man ein Kind in eine unsichere Welt setzen darf. Mit heißen Diskussionen und einer Prise Absurdität – fast wie im echten Leben – lädt das Stück sein Publikum ein, eigene Haltungen zu hinterfragen. Es steht damit für ein Gegenwartstheater, das persönliche und gesellschaftliche Fragen unmittelbar verbindet.
