Über das Werk
„Made in America" ist ein dreiteiliger Ballettabend des Tulsa Ballet (Oklahoma, USA). Das Programm versammelt drei Werke US-amerikanischer Prägung und gastierte im Mai 2026 erstmals in Großbritannien – im Linbury Theatre des Royal Opera House in London, dem UK-Debüt der Compagnie. Der Abend zeigt die stilistische Bandbreite des zeitgenössischen amerikanischen Balletts zwischen neoklassischer Eleganz, lyrischer Abstraktion und vom Musiktheater geprägter Theatralik.
Handlung
Das Programm besteht aus drei Choreografien. „Classical Symphony" von Yuri Possokhov ist ein neoklassisches Werk zu Sergej Prokofjews „Symphonie classique" (Sinfonie Nr. 1). „Divenere" des Choreografen Nicolo Fonte verbindet fließende zeitgenössische Bewegung mit eingängiger Musik zu einem lyrisch-abstrakten Stück. „Remember Our Song" stammt von Andy Blankenbuehler, dem Tony-prämierten Choreografen des Musicals „Hamilton", und bringt eine erzählerische, vom Musiktheater inspirierte Bewegungssprache auf die Ballettbühne. Die drei Stücke stehen unverbunden nebeneinander und beleuchten jeweils eine andere Facette amerikanischer Tanzästhetik.
Kulturelle Bedeutung
Das Tulsa Ballet gilt als eine der renommierten regionalen Ballettcompagnien der USA. Mit „Made in America" präsentiert es sich einem internationalen Publikum als Botschafter des amerikanischen Tanzschaffens. Die Zusammenstellung – ein in Russland ausgebildeter, in San Francisco wirkender Choreograf (Possokhov), ein international tätiger zeitgenössischer Choreograf (Fonte) und eine Broadway-Größe (Blankenbuehler) – spiegelt die kulturelle Vielfalt wider, aus der sich der amerikanische Tanz speist.
