Trouble in Tahiti
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Trouble in Tahiti

Leonard Bernstein
Oper · 1952

Über das Werk

Trouble in Tahiti ist eine Kurzoper in einem Akt (sieben Szenen) von Leonard Bernstein auf ein eigenes englisches Libretto. Die Uraufführung fand am 12. Juni 1952 beim von Bernstein gegründeten Festival of the Creative Arts der Brandeis University in Waltham, Massachusetts, statt — Bernstein dirigierte und inszenierte selbst. Es ist seine erste Oper, entstanden während seiner Flitterwochen, und greift autobiografisch die Ehe seiner eigenen Eltern auf.

Handlung

Die Oper schildert einen einzigen Tag im Leben des amerikanischen Vorstadt-Ehepaars Sam und Dinah. Hinter der glänzenden Fassade von Wohlstand und Eigenheim herrscht seelische Leere: Die beiden haben verlernt, miteinander zu reden, Wettbewerb und Routine haben die Liebe verdrängt. Ein dreistimmiges Jazz-Trio kommentiert das Geschehen wie ein griechischer Chor und preist ironisch die Vorzüge des Vorstadtlebens. Im Streit, in der Sehnsucht nach Nähe und in der Unfähigkeit, sie zuzulassen, offenbart sich die Einsamkeit beider. Am Abend schlägt Sam vor, ins Kino zu gehen — in einen seichten Südsee-Film namens „Trouble in Tahiti" — und das Paar flüchtet sich in die „gekaufte" Magie der Leinwand statt in echte Versöhnung.

Kulturelle Bedeutung

Trouble in Tahiti ist die dunkelste von Bernsteins „Musical"-Opern und eines von nur zwei Werken, für die er Text und Musik selbst schrieb. Die scharf beobachtete Satire auf die amerikanische Nachkriegs-Konsumgesellschaft verbindet operndramatische Arien mit Jazz- und Popidiom. Das NBC Opera Theatre brachte das Werk noch 1952 im Fernsehen heraus. Bernstein griff Sam und Dinah später in seiner Oper A Quiet Place (1983) wieder auf. Das rund 40-minütige Stück gehört bis heute zum Repertoire und gilt als Bernsteins persönlichstes Bühnenwerk.

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Kommende Aufführungen
Staatstheater am Gärtnerplatz · München
11. Juli 2027 · 4×
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