Tristan und Isolde
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Tristan und Isolde

Richard Wagner
Oper · 1865
Musikdrama

Über das Werk

Tristan und Isolde ist ein Musikdrama in drei Aufzügen von Richard Wagner, uraufgeführt 1865 am Königlichen Hof- und Nationaltheater in München unter Hans von Bülow, zweiundzwanzig Jahre nachdem Wagner die ersten Skizzen verfasst hatte. Das Werk revolutionierte die abendländische Harmonik durch seinen berühmten Eröffnungsakkord – den Tristan-Akkord – und gilt als eines der zentralen Werke der romantischen Musik. Wagner legte dem Libretto die mittelalterliche Sage von Tristan und Isolde zugrunde.

Handlung

Die irische Prinzessin Isolde wird vom Ritter Tristan als Braut zu seinem Onkel, König Marke von Cornwall, geleitet. Beide verbindet bereits eine schmerzhafte Vorgeschichte: Tristan erschlug Isoldes Verlobten, und sie pflegte ihn dennoch gesund. Auf dem Schiff verlangt Isolde einen gemeinsamen Tod durch Gift, doch ihre Dienerin Brangäne vertauscht den Trank durch einen Liebestrank. Von Leidenschaft überwältigt, gestehen Tristan und Isolde ihre Liebe und werden von König Marke entdeckt. Der verratene König verbannt Tristan, der von der Klinge seines Freundes Kurwenal verwundet wird. Sterbend auf seiner Burg in der Bretagne erwartet Tristan Isolde. Sie trifft ein, als er stirbt; in ihrem verklärenden „Liebestod" folgt sie ihm in den Tod.

Kulturelle Bedeutung

Tristan und Isolde ist ein Gründungswerk der musikalischen Moderne. Die ungelöste Dissonanz seines Eröffnungsakkords nahm die harmonischen Neuerungen des 20. Jahrhunderts vorweg und beeinflusste Komponisten von Debussy über Schönberg bis Berg. Der „Liebestod" gehört zu den meistgespielten Orchesterauszügen des Konzertrepertoires. Bayreuther Tristan-Inszenierungen haben jahrzehntelange kritische Debatten ausgelöst, von Wieland Wagners abstrakter Deutung 1952 bis zu Christoph Marthalers umstrittener Inszenierung 2005.

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