Über das Werk
Tosca ist eine Oper in drei Akten von Giacomo Puccini, uraufgeführt am 14. Januar 1900 am Teatro Costanzi in Rom, nach dem Schauspiel von Victorien Sardou. Das Werk spielt an realen römischen Schauplätzen im Juni 1800, vor dem Hintergrund der napoleonischen Kriege, und verbindet eine leidenschaftliche Liebesgeschichte mit politischer Intrige und brutaler Gewalt. Tosca gilt als Inbegriff des Verismo und als eine der theaterwirksamsten Opern überhaupt.
Handlung
Der Maler und Republikaner Cavaradossi verbirgt einen entflohenen politischen Gefangenen. Der skrupellose Polizeichef Scarpia begehrt die berühmte Sängerin Floria Tosca, Cavaradossis Geliebte, und nutzt dessen Verhaftung und Folter als Druckmittel. Scarpia verspricht Tosca die Freiheit ihres Geliebten im Tausch gegen ihre Hingabe und ordnet eine angebliche Scheinhinrichtung an. Tosca willigt zum Schein ein, ersticht Scarpia aber mit einem Tafelmesser, sobald er den Geleitbrief geschrieben hat. Doch die Hinrichtung auf der Engelsburg ist keine Täuschung – Cavaradossi wird wirklich erschossen. Als Scarpias Mord entdeckt wird, stürzt sich Tosca von der Brüstung in den Tod.
Kulturelle Bedeutung
Tosca gehört zu den meistgespielten Opern weltweit und ist ein Meisterstück dramatischer Verdichtung, das drei der berühmtesten Arien des Repertoires enthält: Toscas „Vissi d'arte", Cavaradossis „E lucevan le stelle" und „Recondita armonia". Die Partie der Tosca verlangt eine Sängerdarstellerin von großer Bühnenpräsenz; Scarpia gilt als einer der wirkungsvollsten Bösewichte der Oper. Maria Callas' Interpretation, insbesondere in der legendären Zeffirelli-Inszenierung von 1964 in London, prägte das moderne Tosca-Bild nachhaltig.
