Über das Werk
Timmy – Die Hope stirbt zuletzt ist eine dokumentarisch-performative Theaterarbeit über den 2026 gestrandeten Buckelwal Timmy beziehungsweise Hope. Die Uraufführung fand am 11. Juli 2026 im Ernst Deutsch Theater Hamburg statt. Regisseur Alexander Klessinger entwickelte den Abend sehr kurzfristig aus den Ereignissen und der öffentlichen Reaktion darauf. Die Produktion verbindet Performance, Konzert, Messe und dokumentarisches Material.
Handlung
Ausgangspunkt ist der reale Versuch, einen gestrandeten Buckelwal zu retten, und die enorme mediale und gesellschaftliche Aufmerksamkeit, die dieser Fall auslöste. Die Produktion verarbeitet Originalzitate von Politikerinnen und Politikern, Wissenschaft, Aktivismus und Augenzeugen. Das Tier wird zur Projektionsfläche für Hoffnung, Gemeinschaft, politische Konflikte und religiös aufgeladene Bilder. Christliche Motive wie Kreuz, Liturgie und Eucharistie werden bewusst in die Inszenierung einbezogen.
Kulturelle Bedeutung
Die Produktion ist bemerkenswert wegen der extrem kurzen Distanz zwischen realem Ereignis und Theaterbearbeitung. Sie untersucht nicht nur das Schicksal des Wals, sondern vor allem die gesellschaftlichen Dynamiken, die sich daran entzündeten. Die Verwendung christlicher Symbolik führte nach der Premiere zu erheblicher öffentlicher Kontroverse und sogar zu Drohungen gegen das Ensemble, wodurch der Abend selbst Teil der von ihm untersuchten Konfliktdynamik wurde.
