Über das Werk
Anton Tschechows Drama Drei Schwestern, uraufgeführt 1901 am Moskauer Künstlertheater, schildert die Sehnsucht und Stagnation dreier Schwestern in einer russischen Provinzstadt. Das Werk gilt als Meisterwerk des psychologischen Realismus.
Handlung
Die Schwestern Olga, Mascha und Irina leben in einer Provinzstadt und sehnen sich nach Moskau, der Stadt ihrer glücklichen Kindheit. Olga arbeitet als unglückliche Lehrerin, Mascha ist in einer lieblosen Ehe gefangen, und Irina wartet vergeblich auf ein sinnvolles Leben. Die Ankunft und der Abzug eines Militärregiments bringen kurzes Glück und lange Enttäuschung. Am Ende bleiben die Schwestern zurück, ohne je nach Moskau zu gelangen.
Kulturelle Bedeutung
Drei Schwestern etablierte Tschechow als Meister der dramatischen Nuance und des unausgesprochenen Subtextes. Das Stück wurde zum Modell für das moderne psychologische Drama und ist aus dem internationalen Theaterrepertoire nicht wegzudenken.
