Über das Werk
Operette in zwei Akten von Arthur Sullivan und William Schwenck Gilbert, uraufgeführt am 7. Dezember 1889 im Savoy Theatre London. Es war die zwölfte gemeinsame Arbeit des Duos und ihr letzter großer Erfolg vor dem als „Teppichstreit“ bekannten Zerwürfnis zwischen Gilbert und Sullivan.
Handlung
Die venezianischen Gondolieri Marco und Giuseppe Palmieri erfahren vom Großinquisitor, dass einer von ihnen als Kind heimlich zum König von Barataria erzogen wurde, seine Identität aber wegen einer Verwechslung mit einem gleichaltrigen Ziehbruder ungeklärt ist. Bis zur Klärung regieren beide gemeinsam das Inselreich, ehe sich die wahre Abstammung – und damit auch die passenden Ehepaare – auflöst.
Kulturelle Bedeutung
Das an einem fiktiven Königreich fernab Englands angesiedelte Stück erlaubte Gilbert eine Monarchie- und Demokratiesatire ohne direkte Zensurgefahr. Mit 554 Aufführungen war es der letzte durchschlagende Bühnenerfolg des Duos, bevor ein Rechtsstreit um Theaterkosten ihre langjährige Zusammenarbeit beendete.
