Über das Werk
Tempo ist kein Taschentuch ist eine Produktion des Jugendtheaters P14 der Volksbühne Berlin. Text und Regie stammen von Caspar Schüchner und Seedy Touray. Die Produktion war 2025 im Spielplan der Volksbühne zu sehen.
Handlung
Die Produktion spielt mit der Erfahrung des Reisens im Zug. Zwischen überfüllten Abteilen, Essensgerüchen, Gesprächen, Müdigkeit, digitaler Speisekarte und dem Weg zur Zugtoilette entsteht ein Panorama des Unterwegsseins. Die Reise wird mit größeren historischen und existenziellen Motiven verbunden: Industrialisierung und Gegenwart, Aufbruch und Stillstand, Bewegung und die Erfahrung, dem Lauf der Zeit ausgeliefert zu sein. Das scheinbar alltägliche Zugabteil wird zum Modell einer Gesellschaft, die ständig fährt, ohne sicher zu wissen, wohin.
Kulturelle Bedeutung
Als P14-Produktion gehört das Werk zur langjährigen Jugendtheaterarbeit der Volksbühne. Die Produktionsweise gibt jungen Theaterschaffenden einen institutionellen Raum für eigene Texte, Regie und performative Formen. Tempo ist kein Taschentuch nutzt eine alltägliche Erfahrung – die Bahnfahrt – als Ausgangspunkt einer Generationserfahrung von Beschleunigung, Stillstand und Zukunftsunsicherheit.
