Über das Werk
Das Musical mit Musik von Jim Steinman und Buch/Liedtexten von Michael Kunze basiert auf Roman Polanskis gleichnamigem Filmklassiker von 1967. Die Uraufführung fand 1997 am Raimund Theater in Wien unter der Regie Polanskis selbst statt. Steinman, berühmt für „Bat Out of Hell" mit Meat Loaf, komponierte einen opulenten Rock-Score, der das ironisch-komische Genre des Films in ein emotional-pathetisches Bühnenwerk verwandelte.
Handlung
Der alte Professor Abronsius und sein schüchterner Assistent Alfred reisen in ein entlegenes transsilvanisches Dorf, um Vampiren auf die Spur zu kommen. Im verschneiten Gasthof verliebt sich Alfred in Sarah, die Tochter des Wirts. Als Sarah vom charismatischen Grafen von Krolock entführt wird, machen sich Abronsius und Alfred auf in dessen düsteres Schloss. Inmitten einer Gesellschaft untoter Edelleute kommt es zum legendären Ball der Vampire. Alfred rettet Sarah scheinbar — doch sie ist bereits gebissen. Am Ende verkünden die drei Flüchtenden ironisch: Das Böse ist in die Welt hinaus entflohen.
Kulturelle Bedeutung
Tanz der Vampire entwickelte sich nach Anfangsschwierigkeiten zum Dauerbrenner des deutschsprachigen Musical-Theaters mit mittlerweile über zehn Millionen Zuschauern weltweit. Die Ballade „Totale Finsternis" (eine Umarbeitung von „Total Eclipse of the Heart", das Steinman ursprünglich für Bonnie Tyler komponierte) wurde zum ikonischen Musical-Duett deutscher Sprache. Die Broadway-Version 2002 floppte spektakulär, während die deutschsprachigen Produktionen in Wien, Hamburg, Stuttgart und Berlin Rekorde brachen. Der ironisch-gothische Ton hat das Genre mitgeprägt.
