Tales of Love and Loss
—
0 Bewertungen

Tales of Love and Loss

Elizabeth Maconchy
Oper · 2026

Über das Werk

„Tales of Love and Loss" ist ein dreiteiliger Kammeropernabend des Royal Opera House London, gezeigt vom 1. bis 9. Mai 2026 im Linbury Theatre und gesungen von den Jette Parker Artists, dem Nachwuchsensemble des Hauses. Regie führte Talia Stern (Royal-Opera-Debüt), die musikalische Leitung hatte Peggy Wu. Der Abend versammelt drei kurze Opern von drei Komponistinnen – Elizabeth Maconchy, Charlotte Bray und Elena Langer – und bietet die seltene Gelegenheit, das Schaffen dreier Frauen in einer Produktion zu erleben. Die Stücke kreisen um Beziehungen unter Druck.

Handlung

Elizabeth Maconchys „The Departure" (1961) handelt von verlorener Liebe: Julia und ihr Mann Mark bereiten sich auf eine Beerdigung vor, in deren Zentrum eine verstörende Enthüllung steht. Charlotte Brays „Making Arrangements" (2012) erzählt vom Zerbrechen einer Beziehung durch Untreue und Achtlosigkeit. Elena Langers „Four Sisters" – hier als Uraufführung der Kammerfassung – ist eine Komödie: Die Schwestern, Töchter eines verstorbenen Manhattaner Geschäftsmagnaten, träumen davon, sein Vermögen auszugeben, doch ihre Pläne erweisen sich als verfrüht. So spannt der Abend einen Bogen von Trauer und Verrat bis zur bissigen Gesellschaftssatire.

Kulturelle Bedeutung

Die Programmierung dreier Opern von Komponistinnen ist ein bewusstes Statement: Elizabeth Maconchy (1907–1994) zählt zu den bedeutendsten britischen Komponistinnen des 20. Jahrhunderts, während Charlotte Bray und Elena Langer zu den profilierten zeitgenössischen Stimmen gehören. Der Abend gibt den Nachwuchssänger·innen des Jette-Parker-Programms anspruchsvolle Rollen und macht zugleich selten gespieltes Repertoire sichtbar. Die Kritik hob die kluge Dramaturgie und die Spannweite von Tragik bis Komödie hervor.

Community-Bewertung
—
0 Bewertungen
Home
Entdecken
Freunde
Profil