Sylvia
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Sylvia

Léo Delibes
Ballett · 1876

Über das Werk

Sylvia ist ein Handlungsballett mit der Musik von Léo Delibes, uraufgeführt 1876 an der Pariser Oper, ursprünglich choreografiert von Louis Mérante. Das Werk nach Torquato Tassos Schäferdrama „Aminta" gilt als Meilenstein der Ballettmusik – schon Tschaikowski bewunderte Delibes' Partitur.

Handlung

Die Nymphe Sylvia, eine Gefährtin der Göttin Diana, hat der Liebe abgeschworen und widmet sich allein der Jagd. Als der einfache Hirte Aminta seine Liebe zu ihr bekundet, verspottet ihn Sylvia – und verwundet ihn beinahe mit einem Pfeil, als der Liebesgott Eros eingreift. Von Eros' Pfeil getroffen, verliebt Sylvia sich nun selbst. Nach ihrer Entführung durch den finsteren Jäger Orion, ihrer Befreiung und Dianas anfänglichem Zorn führt Eros die Liebenden schließlich glücklich zusammen.

Kulturelle Bedeutung

Sylvia ist vor allem wegen Delibes' wegweisender sinfonischer Ballettmusik bedeutend, die das berühmte „Pizzicato" und den majestätischen „Marsch und Prozession des Bacchus" enthält. Delibes hob die Ballettmusik vom bloßen Begleitwerk zu eigenständiger sinfonischer Qualität – ein Einfluss, den Tschaikowski offen anerkannte. Spätere Choreografen wie Frederick Ashton schufen gefeierte Neufassungen, die das Werk im Repertoire hielten.

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