Über das Werk
„Solaris“ ist ein Science-Fiction-Roman des polnischen Schriftstellers Stanisław Lem, den er zwischen 1959 und 1960 in Zakopane schrieb und der 1961 in Warschau erschien. Auf Deutsch lag er 1972 in der Übersetzung von Irmtraud Zimmermann-Göllheim vor. Auf der Bühne wird der Stoff in eigenen Fassungen gespielt, die den Romantitel tragen.
Handlung
Der Psychologe Kris Kelvin kommt auf eine Forschungsstation über dem Planeten Solaris, den fast vollständig ein Ozean bedeckt, der offenbar ein denkendes Wesen ist. Kurz zuvor hat sich einer der Wissenschaftler, Gibarian, das Leben genommen, und die beiden anderen, Snaut und Sartorius, verhalten sich seltsam. Der Ozean schickt den Menschen Gäste, die aus ihren schuldbeladenen Erinnerungen geformt sind; zu Kelvin kehrt seine tote Geliebte Harey zurück, an deren Tod er sich schuldig fühlt.
Kulturelle Bedeutung
Der Roman gilt als Meisterwerk der Science-Fiction und fragt nach den Grenzen menschlicher Erkenntnis gegenüber einer völlig fremden Intelligenz. Er wurde mehrfach verfilmt, am bekanntesten 1972 von Andrei Tarkowski und 2002 von Steven Soderbergh, und diente als Vorlage für Opern, darunter die von Detlev Glanert aus dem Jahr 2012.