Über das Werk
Schluck und Jau ist eine Komödie „in sechs Vorgängen und einem Prolog“, die Gerhart Hauptmann in der zweiten Hälfte 1899 schrieb. Die Uraufführung fand am 3. Februar 1900 im Deutschen Theater Berlin statt, Regie Emil Lessing, mit Rudolf Rittner als Jau und Hanns Fischer als Schluck; Otto Brahm setzte das Stück nach nur dreizehn Vorstellungen wegen Misserfolgs ab.
Handlung
Zwei betrunkene Landstreicher werden von einem Fürsten und seinem Hofstaat zum Zeitvertreib in die Rollen eines Fürstenpaares versetzt – ein Induktionsmotiv nach Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“. Aus dem Spiel mit Schein und Wirklichkeit entwickeln sich zunehmend ernste, existenzielle Töne.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück blieb zeitlebens deutlich erfolgloser als sein thematisch verwandtes Vorgängerstück „Der Biberpelz“; erst Max Reinhardts Neuinszenierung 1915 mit Max Pallenberg brachte über vierzig Vorstellungen.
