Scherz, List und Rache
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Scherz, List und Rache

Johann Wolfgang von Goethe
Oper · 1784

Über das Werk

Johann Wolfgang von Goethes dreiaktiges Singspiel entstand 1784 und wurde zunächst von Philipp Christoph Kayser, später ein zweites Mal von Max Bruch (1856-58, aufgeführt 1858 in Köln) vertont. Goethes Libretto ist eine leichtfüßige Commedia-dell-Arte-Variation über ein Trio aus Betrüger, Arzt und verkleideter Frau — ein völlig anderer Ton als seine tiefernsten Dramen der gleichen Epoche.

Handlung

Scapin und Scapine, ein listiges Dienerpaar, sind von dem Quacksalber Doktor Weltrungen um ihr Geld betrogen worden. Scapine verkleidet sich als vornehme kranke Dame und ruft den Doktor zu sich. Während Weltrungen mit seinen unsinnigen Kuren beschäftigt ist, führt Scapin eine Reihe von Streichen aus, die den Doktor zunehmend in die Enge treiben. Schließlich gestehen die beiden ihre Identität, der Doktor gesteht den Betrug, und die Gerechtigkeit siegt in einem Schluss-Terzett, das den Titel zitiert: Scherz, List und Rache haben den Tag gewonnen.

Kulturelle Bedeutung

Scherz, List und Rache ist Goethes witzigster dramatischer Text und wurde durch Max Bruchs Vertonung von 1858 in die deutsche Operntradition aufgenommen — Bruchs Version war sein erfolgreichstes Bühnenwerk. Die Commedia-Reduktion auf drei Figuren und die kurze Spieldauer machen das Werk zu einem beliebten Vehikel für junge Opernensembles und Musiktheater-Festivals.

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