Rosencrantz und Güldenstern sind tot
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Rosencrantz und Güldenstern sind tot

Tom Stoppard
Theater · 1966

Über das Werk

Rosencrantz und Güldenstern sind tot ist eine Tragikomödie von Tom Stoppard, uraufgeführt 1966 beim Edinburgh Festival Fringe. Das Stück betrachtet Shakespeares „Hamlet" aus der Perspektive zweier Nebenfiguren und gilt als modernes Meisterwerk des absurden Theaters, das Stoppard schlagartig berühmt machte.

Handlung

Die beiden unbedeutenden Höflinge Rosencrantz und Güldenstern, an den Hof von Helsingör gerufen, verstehen nie ganz, was um sie herum geschieht. Während die große Tragödie des „Hamlet" sich im Hintergrund abspielt und sie nur gelegentlich an deren Rand geraten, vertreiben sie sich die Zeit mit Wortspielen, Münzwürfen und Grübeleien über Zufall, Tod und Sinn. Getrieben von Kräften, die sie nicht begreifen, steuern sie unaufhaltsam ihrem im Titel bereits verkündeten Ende entgegen, ohne je die Kontrolle über ihr Schicksal zu erlangen.

Kulturelle Bedeutung

Stoppards Stück verbindet die existenzielle Tragikomik von Becketts „Warten auf Godot" mit virtuosem Sprachwitz und metatheatralischer Reflexion. Indem es Statisten zu Hauptfiguren macht, fragt es nach Willensfreiheit, Zufall und der Rolle des Einzelnen in einer vorgeschriebenen Handlung. Das Werk gewann zahlreiche Preise, wurde von Stoppard selbst verfilmt und gehört zu den meistgespielten und meistdiskutierten Dramen des 20. Jahrhunderts.

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