Über das Werk
Tragedia lirica in drei Akten von Gaetano Donizetti nach einem Libretto von Salvatore Cammarano, uraufgeführt am 29. Oktober 1837 am Teatro San Carlo in Neapel. Cammarano stützte sich auf Jacques-François Ancelots Drama „Elisabeth d'Angleterre“ (1829). Donizetti komponierte das Werk, während er innerhalb weniger Monate seine Eltern, ein totgeborenes und ein weiteres, kurz nach der Geburt verstorbenes Kind sowie zuletzt seine Ehefrau Virginia verlor.
Handlung
Königin Elisabeth I. von England liebt heimlich ihren Günstling Roberto Devereux, Earl of Essex, der seinerseits Sara liebt, die Frau seines Freundes, des Herzogs von Nottingham. Als Roberto des Hochverrats angeklagt wird, könnte ihn nur ein Ring der Königin retten – den Sara aus Eifersucht zurückhält. Elisabeth lässt Roberto hinrichten und erfährt erst danach von dem Ring, den Sara ihr schließlich übergibt.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk bildet den Abschluss von Donizettis informeller „Tudor-Trilogie“ nach „Anna Bolena“ und „Maria Stuarda“ und gilt mit seiner vokal enorm fordernden Elisabetta-Partie als eine seiner reifsten Charakterstudien. Nach einem Bedeutungsverlust im späten 19. Jahrhundert gehört die Oper heute wieder zum festen Repertoire großer Belcanto-Sopranistinnen.
