Prinz Friedrich von Homburg
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Prinz Friedrich von Homburg

Heinrich von Kleist
Theater · 1821
DramaRomantik

Über das Werk

Heinrich von Kleists letztes Drama entstand 1809/10 und wurde erst 1821, zehn Jahre nach seinem Suizid, in Wien uraufgeführt. Das Schauspiel in fünf Akten behandelt den Konflikt zwischen militärischem Gehorsam und individuellem Gewissen am brandenburgischen Hof und gilt als eines der bedeutendsten deutschen Dramen überhaupt.

Handlung

Prinz Friedrich von Homburg, preußischer Reitergeneral, träumt am Vorabend der Schlacht bei Fehrbellin von Ruhm und Liebe. Er überhört die Schlachtordnung und führt seine Reiterei zu früh in den Kampf. Obwohl Preußen siegt, lässt der Große Kurfürst den Prinzen wegen Befehlsverweigerung zum Tode verurteilen. Homburg bricht zunächst vor Todesfurcht zusammen, akzeptiert dann aber das Urteil und unterwirft sich dem Gesetz — worauf der Kurfürst ihn begnadigt und zum Helden krönt.

Kulturelle Bedeutung

Das Stück wurde zu Kleists Lebzeiten als militärisch-staatszersetzend empfunden und jahrzehntelang abgelehnt. Heute gilt es als Schlüsselwerk über die Spannung zwischen Traum und Pflicht, Individuum und Staat. Die Todesfurcht-Szene im dritten Akt zählt zu den großen Monologen der deutschen Literatur und fordert vom Schauspieler einen seltenen Mut zur existenziellen Schwäche.

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Kommende Aufführungen
Düsseldorfer Schauspielhaus · Düsseldorf
17. Oktober 2026 · 4×
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