Über das Werk
Historisch-romantisches Drama in fünf Akten von Johann Nestroy und sein einziger Versuch in gereimten Versen. Entstanden vermutlich schon in den 1820er Jahren, kam es erst am 18. Dezember 1841 am Leopoldstädter Theater zur Uraufführung – als Benefizvorstellung für den Schauspieler Louis Grois und unter dem geänderten Titel „Rudolph, Prinz von Korsika“. Vorlage war Carl Franz van der Veldes Erzählung „Prinz Friedrich“ von 1819/1820.
Handlung
Nach einem tödlichen Duell flieht der junge Friedrich aus Köln und findet Zuflucht bei einer Zigeunertruppe. Dort erfährt er, dass er in Wahrheit der Sohn des korsischen Königs Theodor ist, zieht in dessen Feldzüge und verliebt sich in Olympia. Am Ende heiratet er jedoch Alma, die Zigeunerin, deren adlige Herkunft sich ebenfalls offenbart.
Kulturelle Bedeutung
Die Kritik reagierte reserviert bis ablehnend – die Wiener Theaterzeitung riet Nestroy, bei seinem angestammten Genre zu bleiben –, während das Publikum zahlreich, aber ohne großen Beifall erschien. Das Stück wurde nur ein weiteres Mal gegeben und gilt in der Forschung als schwächstes und zugleich untypischstes Werk seines Autors.