Über das Werk
Polyeucte ist eine Oper in fünf Akten von Charles Gounod, uraufgeführt 1878 an der Pariser Oper. Das Libretto beruht auf der gleichnamigen Tragödie von Pierre Corneille und behandelt das Märtyrertum des frühchristlichen Heiligen Polyeukt.
Handlung
Der armenische Edelmann Polyeucte konvertiert zum Christentum und gefährdet damit sein Leben unter römischer Herrschaft. Zwischen der Liebe zu seiner Frau Pauline, der Treue zum römischen Statthalter und seinem neuen Glauben gerät er in einen unauflösbaren Konflikt. Standhaft im Glauben, geht Polyeucte schließlich freiwillig in den Märtyrertod und reißt Pauline zur Bekehrung mit.
Kulturelle Bedeutung
Polyeucte war ein Herzensprojekt Gounods, in das er große Hoffnungen setzte, das aber hinter dem Erfolg von Faust und Roméo et Juliette zurückblieb. Das Werk ist ein Zeugnis der französischen Grand opéra mit religiöser Thematik und wird heute nur noch selten aufgeführt.
