Pippin
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Pippin

Stephen Schwartz
Musical · 1972

Über das Werk

Pippin ist ein Musical von Stephen Schwartz (Musik und Text) mit einem Buch von Roger O. Hirson, uraufgeführt 1972 am Broadway. Die wegweisende Erstinszenierung stammte von Bob Fosse, dessen Choreografie und dunkle Theatralik das Werk entscheidend prägten. Es ist lose an die historische Figur Pippins, eines Sohnes Karls des Großen, angelehnt.

Handlung

Eine geheimnisvolle Schauspieltruppe unter Leitung eines „Leading Player" führt die Geschichte des jungen Prinzen Pippin auf, der nach einem außergewöhnlichen, sinnerfüllten Leben sucht. Er versucht sich an Krieg, an Politik (und ermordet sogar seinen Vater Karl), an fleischlichen Genüssen und an der Kunst – doch nichts erfüllt ihn. Schließlich drängt die Truppe ihn zu einem spektakulären Finale: dem selbstmörderischen Sprung in die Flammen als ultimativem „großen Akt". Pippin verweigert sich und wählt stattdessen das schlichte, echte Glück eines bescheidenen Lebens an der Seite der Witwe Catherine.

Kulturelle Bedeutung

Pippin verband eingängige Popmelodik mit Bob Fosses unverwechselbarem, sinnlich-zynischem Bühnenstil und wurde zu einem Meilenstein des Konzeptmusicals. Schwartz' Eröffnungsnummer „Magic to Do" und die Ballade „Corner of the Sky" wurden zu Klassikern. Das vielschichtige Spiel mit Illusion, Theater und der Suche nach Lebenssinn machte das Werk zu einem Dauerbrenner; ein zirzensisch inszeniertes Broadway-Revival gewann 2013 vier Tony Awards.

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