Über das Werk
Opéra comique (ursprünglich drei, ab 1876 zwei Akte) von Charles Gounod nach einem Libretto von Jules Barbier und Michel Carré, das auf Jean de La Fontaines Fabel „Philémon et Baucis“ nach Ovids Metamorphosen zurückgeht. Die Uraufführung fand am 18. Februar 1860 am Théâtre-Lyrique in Paris statt, die bis heute gespielte zweiaktige Fassung folgte am 16. Mai 1876 an der Opéra-Comique.
Handlung
Jupiter und Vulcan besuchen inkognito das gottlose Phrygien und finden nur bei dem alten Ehepaar Philémon und Baucis Gastfreundschaft. Zur Belohnung verwandelt Jupiter deren Hütte in einen Palast und macht beide wieder jung – woraufhin er sich in die verjüngte Baucis verliebt und Philémon eifersüchtig wird. Baucis löst den Konflikt, indem sie Jupiter ein Verhältnis nur unter der Bedingung verspricht, dass er sie zuvor wieder alt macht; darauf lässt sich der Gott nicht ein.
Kulturelle Bedeutung
Die 1860 nur mäßig besuchte Urfassung blieb mit 13 Vorstellungen ein Achtungserfolg; erst die von Gounod gestraffte zweiaktige Fassung von 1876 setzte sich durch und erreichte an der Opéra-Comique bis zum Zweiten Weltkrieg rund 240 Aufführungen.
