Über das Werk
Sergei Prokofjews musikalisches Märchen für Sprecher und Orchester entstand 1936 als Kompositionsauftrag des Moskauer Zentralen Kindertheaters. Das knapp 25-minütige Werk gehört zu den meistgespielten Stücken zur Einführung von Kindern in das Sinfonieorchester — jeder Figur ist ein Instrument zugeordnet.
Handlung
Der junge Peter wohnt mit seinem Großvater am Waldrand. Eines Morgens lässt er das Gartentor offen — die Ente schwimmt im Teich, der Vogel zwitschert im Baum, und die Katze schleicht durchs Gras. Der Großvater holt Peter wütend ins Haus zurück, denn ein Wolf könnte aus dem Wald kommen. Tatsächlich erscheint der Wolf, frisst die Ente und umkreist den Baum, in dem sich Vogel und Katze geflüchtet haben. Peter holt heimlich ein Seil, klettert über die Mauer und fängt den Wolf, indem der Vogel ihn ablenkt und Peter eine Schlinge um den Schwanz wirft. Jäger eilen herbei. In feierlichem Marsch wird der Wolf zum Zoo gebracht — die Ente, die in seinem Bauch noch lebt, hört man dort schwach quaken.
Kulturelle Bedeutung
Peter und der Wolf ist eines der populärsten klassischen Musikstücke des 20. Jahrhunderts. Die Instrumenten-Charakteristik (Streicher = Peter, Flöte = Vogel, Oboe = Ente, Klarinette = Katze, Fagott = Großvater, Hörner = Wolf, Pauken = Jäger) gehört zum Standardvokabular musikalischer Früherziehung. Sprecherrollen wurden u.a. von David Bowie, Sting, Patrick Stewart und Sophia Loren eingespielt; Disney verfilmte das Werk 1946.
