Über das Werk
Die Partita Nr. 4 D-Dur, BWV 828, ist die vierte der sechs Klavierpartiten von Johann Sebastian Bach, 1728 als Einzeldruck erschienen und 1731 in den ersten Teil der Clavier-Übung aufgenommen. Sie zählt zu den umfangreichsten und festlichsten der Sammlung. Die Partiten bilden Bachs Opus 1 – die erste von ihm selbst verlegte Werkfolge – und gelten als Krönung seiner drei großen Cembalo-Suitenzyklen.
Handlung
Die Partita eröffnet prachtvoll mit einer französischen Ouvertüre: einem gravitätischen, punktierten Auftakt, der in einen lebhaften fugierten Teil übergeht. Es folgt eine ausgedehnte, kunstvoll verzierte Allemande von großer Innigkeit, danach eine virtuose Courante. Eine gesangliche Aria sorgt für einen tänzerisch-leichten Moment, bevor die tief empfundene Sarabande den lyrischen Höhepunkt setzt. Über ein elegantes Menuett führt der Weg zur schwungvollen Gigue, die das Werk in glanzvollem D-Dur beschließt.
Kulturelle Bedeutung
Mit ihrer majestätischen Ouvertüre und der ausladenden Allemande gilt die Partita D-Dur als eine der großartigsten und anspruchsvollsten der Sammlung. Sie verbindet französische Grandezza mit deutscher Kontrapunktkunst und stellt höchste Anforderungen an die Spielenden. Als Teil von Bachs gedrucktem Opus 1 gehört sie zum Kernrepertoire für Cembalo und modernes Klavier und ist ein Prüfstein für Interpret:innen weltweit.
