Paquita
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Paquita

Marius Petipa
Ballett · 1881

Über das Werk

Paquita ist ein Handlungsballett, dessen heute bekannte Form auf Marius Petipa zurückgeht; die ursprüngliche Fassung von Joseph Mazilier wurde 1846 in Paris uraufgeführt, Petipas einflussreiche russische Überarbeitung 1881. Die Musik stammt von Édouard Deldevez und – für den berühmten Schlussteil – von Ludwig Minkus.

Handlung

Im von Napoleons Truppen besetzten Spanien lebt das junge Mädchen Paquita bei umherziehenden Zigeunern, ohne ihre wahre Herkunft zu kennen. Sie verliebt sich in den französischen Offizier Lucien. Als ein Mordkomplott gegen Lucien aufgedeckt wird, rettet Paquita ihm das Leben. Schließlich enthüllt ein Medaillon, dass Paquita in Wahrheit von adliger Geburt ist – wodurch die standesgemäße Verbindung der Liebenden möglich wird und in einem prachtvollen Hochzeitsfest gipfelt.

Kulturelle Bedeutung

Während die ursprüngliche Handlung heute selten vollständig gezeigt wird, ist das „Grand Pas classique" aus dem Schlussakt eines der berühmtesten und meistgetanzten Divertissements des klassischen Repertoires. Es gilt als Prüfstein akademischer Technik und Eleganz und wird häufig als eigenständiges Gala-Stück aufgeführt. Paquita verkörpert exemplarisch Petipas Kunst des großen klassischen Ensembles und der virtuosen Solovariationen.

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