Onegin
—
0 Bewertungen

Onegin

John Cranko
Ballett · 1965

Über das Werk

John Crankos abendfüllendes Handlungsballett, uraufgeführt 1965 in Stuttgart, gehört zu den bedeutendsten narrativen Balletten der Nachkriegszeit. Cranko schuf seine Version von Puschkins Versroman „Eugen Onegin" aus dem Geist des Stuttgarter Balletts, mit einer Partitur, die Kurt-Heinz Stolze aus Klavierwerken Tschaikowskis arrangierte (NICHT aus der Oper).

Handlung

In der russischen Provinz lernt die schwärmerische Tatjana den blasierten Petersburger Dandy Eugen Onegin kennen, der mit seinem Freund Lenski bei den Larins zu Besuch ist. Lenski ist mit Tatjanas Schwester Olga verlobt. Tatjana verliebt sich in Onegin und schreibt ihm nachts einen leidenschaftlichen Brief. Onegin weist sie kühl zurück und zerreißt den Brief vor ihren Augen. Auf Tatjanas Namenstagsball flirtet er aus Langeweile mit Olga und reizt Lenski zum Duell, in dem Lenski stirbt. Jahre später kehrt Onegin nach Petersburg zurück und begegnet Tatjana als Frau des Fürsten Gremin wieder — strahlend, gereift, unerreichbar. Nun bittet er sie um ihre Liebe, schreibt einen Brief. In einer Spiegelszene zur Eröffnung weist Tatjana ihn zurück, zerreißt ihren Brief vor seinen Augen und schickt ihn fort.

Kulturelle Bedeutung

Crankos Onegin gilt als Meisterwerk des erzählenden Balletts und Schlüsselwerk des Stuttgarter Balletts. Die psychologische Tiefe der Partnering-Szenen — besonders das „Spiegel"-Pas-de-deux Tatjanas und der berühmte letzte Pas de deux — setzte Maßstäbe. Marcia Haydée und Heinz Clauss prägten die Rollen bei der Uraufführung. Das Ballett ist heute weltweit im Repertoire; Marcia Haydée, John Neumeier und zahlreiche andere Tänzer-Choreografen verdanken Cranko entscheidende Prägung.

Community-Bewertung
—
0 Bewertungen
Kommende Aufführungen
Nationaltheater Prag · Prag
29. November 2026
Wiener Staatsoper · Wien
29. November 2026 · 6×
Semperoper · Dresden
5. März 2027
Home
Entdecken
Freunde
Profil