Oberon
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Oberon

Carl Maria von Weber
Oper · 1826

Über das Werk

Carl Maria von Webers „Oberon, oder Der Eid des Elfenkönigs" wurde 1826 am Covent Garden in London auf Englisch uraufgeführt, auf ein Libretto von James Robinson Planché nach Christoph Martin Wielands Versepos. Es war Webers letzte Oper — wenige Wochen nach der Premiere starb der Komponist in London. Die Ouvertüre gehört zu den beliebtesten Konzertstücken der Romantik.

Handlung

Der Elfenkönig Oberon hat sich mit seiner Gemahlin Titania zerstritten und geschworen, sich nicht eher mit ihr zu versöhnen, als bis er ein Liebespaar gefunden hat, das einander durch alle Prüfungen treu bleibt. Auf der Suche danach führt er den Ritter Hüon von Bordeaux und Rezia, die Tochter des Kalifen von Bagdad, zusammen. Mit einem magischen Horn und einem Zauberbecher ausgestattet, bestehen die Liebenden zahllose Abenteuer: Entführung und Flucht aus dem Kalifenpalast, Schiffbruch, Trennung, Gefangenschaft und Versuchung am Hof von Tunis. Allen Gefahren zum Trotz bewahren Hüon und Rezia ihre Treue. So erfüllt sich Oberons Bedingung; der Elfenkönig versöhnt sich mit Titania, und die Liebenden werden glücklich vereint.

Kulturelle Bedeutung

„Oberon" ist trotz seines dramaturgisch zerrissenen Librettos wegen seiner farbenreichen, vorausweisenden Musik geschätzt. Die berühmte Ouvertüre mit ihrem Hornruf und der schwebenden Elfenmusik wird bis heute weltweit im Konzert gespielt; die große Arie der Rezia, „Ozean, du Ungeheuer", zählt zum dramatischen Sopranrepertoire. Als Webers Vermächtniswerk markiert die Oper einen Endpunkt der frühen deutschen Romantik.

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