Nijinsky
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Nijinsky

John Neumeier
Ballett · 2000

Über das Werk

Nijinsky ist ein abendfüllendes Handlungsballett von John Neumeier, uraufgeführt 2000 durch das Hamburg Ballett. Es porträtiert das Leben und den geistigen Zerfall des legendären Tänzers Vaslav Nijinsky und verwendet Musik von Chopin, Schumann, Rimski-Korsakow und vor allem Dmitri Schostakowitsch.

Handlung

Das Ballett setzt 1919 ein, beim letzten öffentlichen Auftritt Nijinskys in einem Hotel in St. Moritz, kurz vor seinem endgültigen Versinken in geistige Umnachtung. Aus diesem Moment heraus entfaltet sich in einer Folge von Erinnerungen und Visionen sein Leben: der Aufstieg zum gefeierten Star der Ballets Russes, die prägende Beziehung zum Impresario Sergei Diaghilew, seine großen Rollen, die Ehe mit Romola und der zunehmende Verlust der Realität, überschattet vom Grauen des Ersten Weltkriegs.

Kulturelle Bedeutung

Nijinsky gilt als eines der bedeutendsten Werke John Neumeiers und als Höhepunkt des psychologischen Handlungsballetts. Neumeier, ein leidenschaftlicher Nijinsky-Sammler, verbindet biografische Genauigkeit mit einer expressiven Bildsprache, die den Wahnsinn von innen erfahrbar macht. Die Titelrolle ist eine der anspruchsvollsten des modernen Repertoires und verlangt darstellerische wie tänzerische Ausnahmebegabung. Das Werk festigte den Weltruf des Hamburg Ballett.

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