Über das Werk
New Suite ist eine Ballettfolge von William Forsythe aus dem Jahr 2012. Sie versammelt acht Pas de deux, die Forsythe aus drei früheren Werken herauslöste, überarbeitete und wie ein Gedicht in acht Strophen neu zusammenstellte. Die Duette entfalten – zu Musik von Georg Friedrich Händel, Luciano Berio und Johann Sebastian Bach – ein Spektrum von Stimmungen und Beziehungen und zeigen Forsythes charakteristische Erweiterung des klassischen Balletts.
Handlung
New Suite erzählt keine durchgehende Handlung. In acht aufeinanderfolgenden Pas de deux verdichtet Forsythe unterschiedliche Konstellationen von Nähe, Spannung und Trennung. Aus dem klassischen Vokabular entwickelt er verschobene Balancen, extreme Linien und eine hochpräzise Musikalität; jedes Duett ist eine eigene kleine Studie über das Verhältnis zweier Körper im Raum, die zusammen einen Bogen von barocker Klarheit bis zu moderner Zuspitzung spannen.
Kulturelle Bedeutung
Als Kompilation aus Schlüsselwerken bündelt New Suite Forsythes jahrzehntelange Auseinandersetzung mit dem klassischen Ballett und dessen Dekonstruktion. Die Reihe wird von zahlreichen Compagnien weltweit getanzt und gilt als konzentrierte Einführung in Forsythes Pas-de-deux-Kunst. Im Zürcher Ballettabend „Timeframed" (2026) bildete sie den Auftakt.
