Über das Werk
William Shakespeares Komödie „Much Ado About Nothing" entstand vermutlich 1598/99 und gehört zu den drei großen romantischen Komödien dieser Schaffensphase (mit „As You Like It" und „Twelfth Night"). Das Stück verbindet zwei parallele Liebesplots — den lyrischen um Hero und Claudio und den ironisch-witzigen um Benedick und Beatrice.
Handlung
In Messina kehren Don Pedro, Prinz von Aragon, und seine Begleiter — der junge Claudio und der wortgewandte Benedick — siegreich aus dem Krieg zurück. Sie sind Gäste des Statthalters Leonato. Claudio verliebt sich auf den ersten Blick in Leonatos Tochter Hero. Benedick und Leonatos Nichte Beatrice führen indes einen wortgewandten Dauerkampf der Geschlechter und schwören beide, niemals zu heiraten. Don Pedro und seine Freunde inszenieren in zwei separaten „Komplotten", dass Benedick und Beatrice einander insgeheim lieben — beide fallen darauf herein und gestehen sich ihre Liebe. Don Juan, Don Pedros bösartiger Halbbruder, intrigiert dagegen: Er lässt vor Claudios Augen eine Magd in Heros Kleidern mit einem fremden Mann vor dem Fenster scheinbar ein Stelldichein haben. Claudio verstößt Hero an ihrem Hochzeitsmorgen vor dem Altar; sie fällt in Ohnmacht. Der Pater rät, sie für tot zu erklären. Die tölpelhafte Stadtwache deckt durch Zufall das Komplott auf. Claudio, reuig, verspricht zur Buße eine andere Cousine zu heiraten — bei der Trauung enthüllt sich, dass es Hero selbst ist. Beide Paare heiraten gemeinsam.
Kulturelle Bedeutung
„Much Ado About Nothing" ist eine der populärsten Shakespeare-Komödien und Vorbild aller späteren „Bickering Couple"-Komödien. Beatrice und Benedick gehören zu den literarisch witzigsten Figuren der englischen Bühne. Kenneth Branaghs Verfilmung 1993 und Joss Whedons moderne Hollywood-Adaption 2012 brachten das Werk einer breiten Kinöffentlichkeit nahe. Berlioz' Oper „Béatrice et Bénédict" (1862) und das Musical „Kiss Me, Kate" sind Bearbeitungen der Beatrice-Benedick-Linie.
