Über das Werk
Miss Sara Sampson ist ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Aufzügen von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahr 1755. Die Uraufführung fand am 10. Juli 1755 im Exerzierhaus von Frankfurt an der Oder statt. Mit dem Stück etablierte Lessing eine neue Gattung: das ernste Drama über bürgerliche statt fürstliche Figuren.
Handlung
Sara ist mit ihrem Verlobten Mellefont aus dem Elternhaus geflohen und wartet mit ihm in einem englischen Gasthof auf die Heirat. Ihr Vater sucht die Versöhnung, doch Mellefonts frühere Geliebte Marwood folgt dem Paar aus verletztem Stolz. Marwood vergiftet Sara heimlich; die Sterbende verzeiht allen, worauf sich Mellefont aus Schuld das Leben nimmt.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gilt als erstes bürgerliches Trauerspiel der neueren deutschen Literatur und Schlüsselwerk der Empfindsamkeit. Sein Erfolg in Deutschland und Frankreich trug wesentlich zu Lessings erstem Ruf als Dramatiker bei.