Messe in h-Moll
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Messe in h-Moll

Johann Sebastian Bach
Konzert · 1749

Über das Werk

Johann Sebastian Bachs „Messe in h-Moll" (BWV 232) ist Bachs umfangreichste Vokalkomposition und sein letztes großes vollendetes Werk. Bach kompilierte das Werk zwischen 1748 und 1749, kurz vor seinem Tod, indem er ältere Sätze (teils aus Kantaten) mit neu komponierten verband. Eine vollständige Aufführung zu Bachs Lebzeiten fand nie statt.

Handlung

Das Werk umfasst die fünf Teile des lateinischen Mess-Ordinariums: Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Agnus Dei. In Bachs Aufteilung werden diese in 27 Sätze gegliedert. Höhepunkte: das Eröffnungs-Kyrie als feierliche Fuge mit dem absteigenden chromatischen Thema; das jubelnde „Gloria in excelsis Deo"; das majestätische Sanctus mit sechsstimmigem Chor und langer Hosanna-Fuge; die berühmte Bass-Arie „Et in Spiritum Sanctum" mit Oboe d'amore; die Sopran-Tenor-Duette „Christe eleison" und „Et in unum Dominum". Das Credo enthält das musikalisch revolutionäre „Crucifixus" — eine düster chromatisch absinkende Passacaglia über zwölfmal wiederholtem Bass —, gefolgt vom strahlend hellen „Et resurrexit". Das Schluss-„Dona nobis pacem" wiederholt die Musik des „Gratias" aus dem Gloria — ein Bogen, der das ganze Werk umspannt.

Kulturelle Bedeutung

Die h-Moll-Messe ist Bachs Vermächtniswerk und gilt als die größte Mess-Komposition aller Zeiten. Als lutherischer Komponist schuf Bach hier eine katholische Messe — wahrscheinlich für den katholischen sächsischen Hof in Dresden gedacht. Die erste vollständige Aufführung fand erst 1859 in Leipzig statt. Heute zählt das Werk zu den meist­aufgeführten Chor-Klassikern; Aufnahmen unter Karl Richter, Otto Klemperer, Nikolaus Harnoncourt, John Eliot Gardiner, Philippe Herreweghe, Masaaki Suzuki sind Referenzen. Im UNESCO-Welterbe der Musik.

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