Messa da Requiem
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Messa da Requiem

Christian Spuck
Ballett · 2016

Über das Werk

Messa da Requiem ist ein abendfüllendes Handlungsballett von Christian Spuck zur „Messa da Requiem" von Giuseppe Verdi. Die Uraufführung tanzte das Ballett Zürich 2016 im Opernhaus Zürich – mit Tänzerinnen und Tänzern, großem Chor, Gesangssolisten und der Philharmonia Zürich in einer gemeinsamen szenischen Aufführung. Spuck übersetzt Verdis dramatische Totenmesse in ein Bewegungsbild über Vergänglichkeit, Trauer und Trost, in dem Tanz und Chor gleichberechtigt den Bühnenraum füllen.

Handlung

Das Werk erzählt keine durchgehende Handlung, sondern folgt der liturgischen Dramaturgie von Verdis Requiem – vom flüsternden Beginn über das schockierend gewaltige „Dies irae" bis zum verklingenden „Libera me". In wechselnden Bildern verdichtet Spuck die Konfrontation des Menschen mit Tod und Endlichkeit: Massenszenen des Erschreckens stehen neben intimen Duetten der Zuwendung, Chor und Tanzensemble verschmelzen zu einem einzigen Klang- und Bewegungskörper zwischen Angst, Auflehnung und Hoffnung.

Kulturelle Bedeutung

Spucks „Messa da Requiem" gilt als eines der eindrucksvollsten Beispiele für die szenische Choreografie eines großen geistlichen Chorwerks und wurde international vielfach wiederaufgenommen. Indem das Stück Chor, Orchester, Vokalsolisten und ein großes Tanzensemble auf einer Bühne vereint, sprengt es die Grenzen des klassischen Handlungsballetts und festigte den Ruf Spucks, der 2023 die Leitung des Staatsballetts Berlin übernahm, als Meister des sinfonischen Tanztheaters.

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