Über das Werk
Einaktige Oper („Bozzetto lirico“) von Umberto Giordano nach einem Libretto von Salvatore Di Giacomo, der eigene neapolitanische Dialekttexte adaptierte. Uraufführung am 17. März 1910 am Teatro Massimo in Palermo, dem rund einen Monat später eine vielbeachtete Aufführung am Teatro Costanzi in Rom unter der Leitung von Pietro Mascagni folgte.
Handlung
Im Hof eines neapolitanischen Waisenhauses wartet die Mutter Carmela während des Marienmonats Mai darauf, ihren dort untergebrachten Sohn Antonino zu sehen. Die Ordensschwestern verschweigen ihr jedoch, dass der Junge in der Nacht gestorben ist, und vertrösten sie mit der Ausrede, er sei noch im Unterricht, während die anderen Kinder singend zur Kapelle ziehen.
Kulturelle Bedeutung
Das knapp 35-minütige Werk gilt als eines der eindringlichsten Beispiele des veristischen Kurzopern-Genres und blieb, anders als Giordanos abendfüllende Opern, seltener im Repertoire; die US-Erstaufführung fand erst 1955 statt.
