Über das Werk
Drama in vier Akten von Alexander Nikolajewitsch Ostrowski, entstanden zwischen 1874 und 1878 und am 22. November 1878 am Moskauer Maly-Theater uraufgeführt; der Druck folgte im Januar 1879 in der Zeitschrift „Otetschestwennyje Sapiski“. Im deutschsprachigen Raum wurde das Stück 2017 in einer Neuübersetzung von Alexander Nitzberg auch unter dem Titel „Schlechte Partie“ gespielt.
Handlung
In der fiktiven Wolgastadt Brjachimow muss sich die mittellose, aber gebildete Larissa zwischen mehreren Bewerbern entscheiden: dem kleinlichen Beamten Karandyschew, dem reichen, deutlich älteren Kaufmann Knurow und dem charmanten, aber skrupellosen Gutsbesitzer Paratow, den sie liebt. Als Paratow sie erneut fallen lässt und Larissa erkennt, dass die Männer um sie nur wie um eine Ware feilschen, erschießt sie der zurückgewiesene Karandyschew aus verletztem Stolz.
Kulturelle Bedeutung
Das Stück gehört neben „Gewitter“ zu Ostrowskis meistgespielten Dramen und behandelt wie dieses die wirtschaftliche Abhängigkeit unverheirateter Frauen ohne eigenes Vermögen. Über Russland hinaus bekannt wurde der Stoff durch Eldar Rjasanows Verfilmung „Eine bittere Romanze“ (1984); 2017 brachte das Wiener Burgtheater eine vielbeachtete Neuübersetzung unter dem Titel „Schlechte Partie“ heraus.