Über das Werk
Claudio Monteverdis „Favola in musica" wurde 1607 am Hof von Mantua uraufgeführt und gilt als die erste Oper der Musikgeschichte, die den Namen verdient. Das Werk auf ein Libretto von Alessandro Striggio markiert die Geburtsstunde des Musiktheaters als eigenständige Kunstform.
Handlung
Der Sänger Orfeo feiert seine Hochzeit mit der Nymphe Euridice, doch ein Schlangenbiss tötet die Braut. Orfeo steigt in die Unterwelt hinab und erweicht mit seinem Gesang den Herrscher der Toten, der ihm Euridice zurückgibt – unter der Bedingung, sich nicht nach ihr umzudrehen. Orfeo kann dem Drang nicht widerstehen und verliert Euridice ein zweites Mal. Der Gott Apollo erbarmt sich seines Sohnes und erhebt ihn zu den Sternen.
Kulturelle Bedeutung
L'Orfeo ist die Geburtsurkunde der Oper und demonstrierte erstmals, dass Musik eine dramatische Handlung tragen und menschliche Emotionen in ihrer ganzen Tiefe ausdrücken kann. Das Werk begründete eine Gattung, die seit über 400 Jahren das Musiktheater der westlichen Welt bestimmt.
