Über das Werk
L'italiana in Algeri (Die Italienerin in Algier) ist eine komische Oper (dramma giocoso) in zwei Akten von Gioachino Rossini, uraufgeführt 1813 in Venedig. Rossini komponierte das Werk im Alter von nur 21 Jahren in wenigen Wochen; es war einer seiner ersten großen Erfolge und gehört zu den Glanzstücken der Opera buffa.
Handlung
Mustafà, der gelangweilte Bey von Algier, will seine Frau Elvira loswerden und sehnt sich nach einer temperamentvollen Italienerin. Wie gerufen strandet die resolute Isabella nach einem Schiffbruch an seiner Küste – auf der Suche nach ihrem entführten Geliebten Lindoro, der ausgerechnet als Sklave an Mustafàs Hof dient. Mit weiblicher List, Witz und gespielter Koketterie wickelt Isabella den eitlen Bey um den Finger, narrt ihn mit der erfundenen Zeremonie des „Pappataci" und verhilft sich und allen italienischen Gefangenen zur Flucht.
Kulturelle Bedeutung
L'italiana in Algeri besticht durch Rossinis sprudelnden Witz, sein berühmtes „Crescendo" und ein furioses Finale voller komischer Lautmalerei. Das Werk verbindet leichtfüßige Komik mit einem überraschend selbstbewussten Frauenbild: Isabella triumphiert durch Klugheit über männliche Eitelkeit. Es gehört zum festen Repertoire der Opernhäuser und gilt als eine der vollkommensten komischen Opern des frühen 19. Jahrhunderts.
