Liliom
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Liliom

John Neumeier
Ballett · 1909

Über das Werk

„Liliom" ist ein Handlungsballett von John Neumeier für das Hamburg Ballett (2011) nach dem gleichnamigen Schauspiel von Ferenc Molnár aus dem Jahr 1909. Die Musik schrieb Michel Legrand. Neumeier verlegt Molnárs Vorstadtlegende in eine melancholische, traumhafte Bilderwelt und erzählt die Geschichte einer scheiternden Liebe und einer späten Möglichkeit zur Versöhnung.

Handlung

Der charismatische, aber rohe Karussell-Ausrufer Liliom verliert wegen seiner Liebe zu dem einfachen Dienstmädchen Julie seine Anstellung. Die beiden ziehen zusammen, doch ohne Arbeit und Geld geraten sie in Not. Als Liliom erfährt, dass Julie ein Kind erwartet, lässt er sich aus Verzweiflung zu einem Raubüberfall überreden, um seiner Familie eine Zukunft zu sichern. Der Überfall misslingt; um der Festnahme zu entgehen, nimmt sich Liliom das Leben. Er gelangt in eine jenseitige Instanz — ein himmlisches „Polizeirevier" —, wo über sein Leben gerichtet wird. Nach vielen Jahren darf er für einen einzigen Tag auf die Erde zurückkehren, um seiner inzwischen herangewachsenen Tochter Louise eine gute Tat zu erweisen. Doch unfähig, seine Liebe auszudrücken, endet die Begegnung in einer hilflosen, fast zärtlichen Geste.

Kulturelle Bedeutung

Molnárs „Liliom" ist ein Klassiker des europäischen Theaters und diente auch als Vorlage für das Musical „Carousel". John Neumeiers Ballettfassung gehört zu den bedeutenden Handlungsballetten des Hamburg Ballett und verbindet erzählerische Tiefe mit Legrands jazznah-melodischer Musik. Sie zählt zu Neumeiers viel beachteten literarischen Ballettadaptionen.

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Kommende Aufführungen
Nationaltheater Prag · Prag
20. März 2027
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