Léonore, ou L'amour conjugal
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Léonore, ou L'amour conjugal

Pierre Gaveaux
Oper · 1798
Klassiker

Über das Werk

Opéra-comique in zwei Akten von Pierre Gaveaux nach einem Libretto von Jean-Nicolas Bouilly, uraufgeführt am 19. Februar 1798 am Théâtre Feydeau in Paris. Das als „historisches Faktum“ aus der Zeit der Terreur ausgegebene Stück begründete den Rettungsopern-Stoff, der später weltberühmt als Beethovens „Fidelio“ wiederkehren sollte.

Handlung

Léonore begibt sich, als Mann verkleidet unter dem Namen Fidèle, in den Dienst des Kerkermeisters Roc, um ihren zu Unrecht inhaftierten Ehemann Florestan zu finden. Als der Gouverneur Pizare den politischen Gegner heimlich ermorden will, tritt Léonore dazwischen und rettet ihn im letzten Moment, indem sie sich zu erkennen gibt. Das Eintreffen eines Ministers wendet das Blatt endgültig: Pizare wird verhaftet, Florestan befreit.

Kulturelle Bedeutung

Über Joseph Sonnleithners deutsche Bearbeitung von Bouillys Text gelangte der Stoff zu Beethoven, der ihn 1805/06 als „Leonore“ und 1814 in seiner endgültigen Fassung als „Fidelio“ vertonte – ob Beethoven Gaveaux' Musik selbst kannte, ist unklar. Gaveaux' Oper bleibt damit die heute selten gespielte, musikgeschichtlich aber folgenreiche Keimzelle des einzigen Opernwerks Beethovens.

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