Über das Werk
Lebendige Stunden ist der titelgebende Einakter aus Arthur Schnitzlers vierteiligem Zyklus gleichen Namens; der Text erschien im Dezember 1901 in der Neuen Deutschen Rundschau und wurde am 4. Januar 1902 am Deutschen Theater Berlin uraufgeführt.
Handlung
Der junge Schriftsteller Heinrich erfährt vom väterlichen Freund Anton Hausdorfer, dass seine Mutter sich das Leben genommen hat, um ihm über eine Schaffenskrise hinwegzuhelfen. Nach anfänglichem Entsetzen ringt sich Heinrich dazu durch, den Tod der Mutter als Auftrag für sein Schreiben zu begreifen.
Kulturelle Bedeutung
Rainer Maria Rilke schrieb Schnitzler bereits im Dezember 1901 begeistert, das Stück habe ihn und seine Frau beim Vorlesen „sehr unmittelbar ergriffen". Die Premiere selbst verzeichnete laut Schnitzlers Tagebuch einen großen Erfolg; das Stück bleibt eines der dichtesten Beispiele für Schnitzlers Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Kunst und Opfer.