Über das Werk
Comédie mêlée d'ariettes in drei Akten von André-Ernest-Modeste Grétry, Libretto von Thomas d'Hèle nach Kane O'Haras englischer Burleske „Midas“. Eine private Erstaufführung fand am 28. März 1778 im Pariser Stadtpalais der Marquise de Montesson statt, die öffentliche Premiere folgte am 27. Juni 1778 an der Comédie-Italienne.
Handlung
Der aus dem Olymp verbannte Apoll dient verkleidet als Hirte beim Bauern Palémon. Dessen Amtmann Midas hat für die beiden Töchter ungeeignete Bräutigame ausgesucht. Ein Gesangswettstreit soll entscheiden: Apoll gewinnt und straft den geschmacklosen Midas mit Eselsohren.
Kulturelle Bedeutung
Grétry ließ im Gesangswettstreit bewusst unterschiedliche Musikstile aufeinanderprallen und persiflierte damit zeitgenössische Operngeschmäcker. Das anfangs erfolgreiche Werk geriet über ein Jahrhundert in Vergessenheit; Wiederbelebungsversuche in Paris (1924) und Amsterdam (1938) blieben Episoden.
