Le Corsaire
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Le Corsaire

Adolphe Adam
Ballett · 1856

Über das Werk

Le Corsaire ist ein abendfüllendes Handlungsballett, dessen heute bekannte Fassung maßgeblich auf Marius Petipa zurückgeht; die Musik stammt von Adolphe Adam und weiteren Komponisten. Die Uraufführung der ersten Fassung fand 1856 in Paris statt. Inspiriert von Lord Byrons Versepos „The Corsair", ist es ein farbenprächtiges Schaustück der Ballett-Romantik.

Handlung

Der edle Pirat Conrad verliebt sich in die schöne Griechin Medora, die auf einem orientalischen Sklavenmarkt verkauft werden soll. Mit seinen Gefährten befreit Conrad sie und andere Gefangene, doch Verrat in den eigenen Reihen, die Intrigen des Sklavenhändlers Lankendem und des Paschas sowie eine Meuterei stürzen die Liebenden in immer neue Gefahren. Nach Entführungen, einer List mit Schlafmittel und einem dramatischen Schiffbruch werden Conrad und Medora schließlich als einzige Überlebende an Land gespült und finden ihr Glück.

Kulturelle Bedeutung

Le Corsaire ist berühmt für seinen virtuosen Pas de deux (bzw. Pas de trois) und die spektakuläre „Le Jardin Animé"-Szene, die zu den Höhepunkten des klassischen Repertoires gehören. Das Ballett verlangt höchste tänzerische Bravour, besonders von den männlichen Solisten, und ist ein Paradebeispiel für den exotisch-romantischen Geschmack des 19. Jahrhunderts. Es wird bis heute von großen Kompanien in opulenten Ausstattungen gezeigt.

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