Über das Werk
Dramma giocoso in zwei Akten von Gaetano Donizetti nach eigenem Libretto, frei nach zwei Einaktern von Antonio Simeone Sografi, uraufgeführt am 20. April 1831 am Teatro della Cannobiana in Mailand. Donizetti hatte 1827 bereits eine kürzere, einaktige Fassung unter dem Titel „Le convenienze teatrali“ am Teatro Nuovo in Neapel herausgebracht und sie für Mailand zur zweiaktigen Fassung mit Rezitativen erweitert.
Handlung
Eine Provinztruppe probt unter Chaos die neue Oper „Romolo ed Ersilia“: Die Primadonna Corilla verweigert die Zusammenarbeit, ein deutscher Tenor scheitert an seiner Partie, und Mamma Agata, die resolute Mutter der zweiten Sängerin, erzwingt für ihre Tochter immer neue Zugeständnisse – bis sie schließlich selbst eine Männerrolle übernimmt. Am Ende platzt die Aufführung, und die Truppe flieht vor ihren Gläubigern aus der Stadt.
Kulturelle Bedeutung
Das Werk parodiert präzise die „convenienze“, die informellen Rangregeln des italienischen Opernbetriebs seiner Zeit, und gilt seit seiner Wiederentdeckung 1963 als einer der großen Erfolge der Donizetti-Renaissance.