Über das Werk
La Gioconda ist eine Oper in vier Akten von Amilcare Ponchielli, uraufgeführt 1876 an der Mailänder Scala. Das Libretto verfasste Arrigo Boito (unter dem Anagramm „Tobia Gorrio") nach einem Drama von Victor Hugo. Es ist Ponchiellis einzige bis heute im Repertoire verbliebene Oper und ein Hauptwerk der italienischen Grand Opéra.
Handlung
Im Venedig des 17. Jahrhunderts liebt die Straßensängerin Gioconda den Adligen Enzo – der jedoch die verheiratete Laura liebt. Der finstere Inquisitionsspitzel Barnaba begehrt Gioconda und spinnt eine Intrige, die alle ins Verderben zieht. Aus Liebe und Selbstaufopferung rettet Gioconda sogar ihre Rivalin Laura und verhilft den Liebenden zur Flucht. Als Barnaba schließlich seinen Lohn – Giocondas Körper – einfordern will, entzieht sie sich ihm durch den Freitod. Im Hintergrund leidet zudem Giocondas blinde Mutter, fälschlich der Hexerei beschuldigt.
Kulturelle Bedeutung
La Gioconda ist berühmt für das spektakuläre Ballett „Tanz der Stunden" (durch Disneys „Fantasia" auch außerhalb der Oper bekannt) und für die große Tenorarie „Cielo e mar" sowie Giocondas dramatisches „Suicidio!". Das Werk verbindet üppige Melodik, große Chorszenen und hochdramatische Konflikte zu einem Musterbeispiel italienischer Oper zwischen Verdi und Verismo. Es bleibt eine anspruchsvolle Glanzpartie für dramatische Soprane.
