La Calisto
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La Calisto

Francesco Cavalli
Oper · 1651

Über das Werk

La Calisto ist eine venezianische Oper (dramma per musica) in einem Prolog und drei Akten von Francesco Cavalli, uraufgeführt 1651 in Venedig. Das Libretto von Giovanni Faustini schöpft aus Ovids „Metamorphosen" und verbindet mythologische Erotik mit barockem Witz und melancholischer Tiefe.

Handlung

Der Göttervater Jupiter begehrt die keusche Nymphe Calisto, eine Anhängerin der jungfräulichen Göttin Diana. Da Calisto ihn zurückweist, nimmt Jupiter listig die Gestalt der Diana selbst an, um sie zu verführen. Die daraus entstehende Verwirrung – die echte Diana liebt heimlich den Hirten Endymion, und Junos Eifersucht entbrennt – führt zu einem Geflecht aus Begehren, Täuschung und Verwandlung. Am Ende wird die unschuldige Calisto von der rachsüchtigen Juno in eine Bärin verwandelt, doch Jupiter erhebt sie tröstend als Sternbild des Großen Bären an den Himmel.

Kulturelle Bedeutung

La Calisto ist heute Cavallis meistgespielte Oper und ein Schlüsselwerk der frühen venezianischen Barockoper. Lange vergessen, erlebte sie im 20. Jahrhundert durch Raymond Leppards Bearbeitung und die Alte-Musik-Bewegung eine glänzende Wiederentdeckung. Das Werk besticht durch seine Mischung aus sinnlicher Komik, zarter Lyrik und überraschender psychologischer Tiefe und zeigt, wie das Musiktheater im Venedig des 17. Jahrhunderts zur populären Kunstform wurde.

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Kommende Aufführungen
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