Über das Werk
Opera seria in drei Akten von Niccolò Piccinni nach Pietro Metastasios vielvertontem Libretto „L’olimpiade“, uraufgeführt zur Karnevalssaison 1761 im Teatro delle Dame in Rom. Piccinni kehrte später zweimal zu diesem Stoff zurück und legte 1768 in Rom sowie 1774 in Neapel überarbeitete Fassungen vor.
Handlung
Bei den Olympischen Spielen im antiken Griechenland tritt Megacle im Auftrag seines Freundes Licida unter dessen Namen zum Wettkampf um die Hand der Prinzessin Aristea an – ohne zu wissen, dass Aristea seine eigene, totgeglaubte Geliebte ist. Erst als sich am Ende Licida als der verschollene Sohn König Clistenes erweist, lösen sich die Verwicklungen in einer Doppelhochzeit auf.
Kulturelle Bedeutung
Metastasios Libretto gehörte mit über siebzig Vertonungen – unter anderem durch Vivaldi, Pergolesi und Hasse – zu den meistvertonten Operntexten des 18. Jahrhunderts. Dass Piccinni den Stoff im Lauf seiner Karriere gleich dreimal neu komponierte, zeigt, welchen Stellenwert er ihm beimaß.
